Geschichte der TSG Salza e.V. Abt.Judo

Auf Anregung des damaligen TSG Vorsitzenden Rudi Busch, wurde im Juni 1976 die Abteilung Judo als 7.Sportart der TSG Salza gegründet.
Zu den Gründungsmitgliedern gehörten folgende Judoka : Armin Ratsch, Klaus Fichtner, Bernd Keil, Friedrich Linsel, Rüdiger Kaltbach, Herrmann Bösenberg und Friedhelm Breite.
Das Training wurde in der Sporthalle der Albert-Kunz-Oberschule in Salza durchgeführt.
Die Abteilungen Ringen und Judo teilten sich die Wettkampfmatte, die als wichtigste Trainingsvoraussetzung für die beiden Sportarten gilt.
Es wurden teilweise gemeinsame Trainingseinheiten durchgeführt. Dieses war sehr interessant für beide Seiten und zeigte auch die Unterschiedlichkeit beider Sportarten.
Bis zum Jahr 1977 bestand die Sektion Judo nur aus erwachsenen Sportlern deren Anzahl sich sehr positiv entwickelte.
Die Judokas der TSG nahmen erfolgreich an vielen Wettkämpfen teil und veranstalteten auch eigene Turniere in Nordhausen.


stehend v. li n. re.: Kaltbach, Theuer, Ratsch, Keil, Tappert, Mosebach, Linsel
knieend v. li. n. re.: Fichtner, Bösenberg, Gothe / Januar 1977

Ab September 1977 begann der Aufbau einer Trainingsgruppe mit Kindern und Jugendlichen.
Durch die enge Kooperation mit 3 Schulen aus dem Salzaer-Einzugsgebiet ( Albert-Kunz-Oberschule, Lenin-Oberschule und Gagarin –Oberschule ) entwickelte sich die Sektion Judo sehr schnell und erfolgreich.
Da die Sporthalle der Albert-Kunz-Oberschule im Winter nicht beheizt wurde und die Anzahl der Kinder und Jugendlichen immer mehr wurden, erhielt die Sektion die Möglichkeit das Trainig, in der damals größten Nordhäuser Sporthalle, in der Lenin-Oberschule zu absolvieren.
Im Jahre 1979 trainierten teilweise bis zu 70 Kinder und Jugendliche gleichzeitig zu den Trainingszeiten in dieser modernen Sportstätte.
Die Aus- und Weiterbildung der Trainer und Kampfrichter wurde in dieser Zeit eine der größten Herausforderungen die aber durch den aktiven Einsatz aller Judokas gut gelöst wurde.
Das Training der erwachsenen Judoka fand weiter in der Sporthalle in Salza statt. Im Winter, wegen der fehlenden Heizung , mit Trainingsanzug unter dem Judogi und 2 Paar Socken an den Füßen. Gewaschen wurde sich in dem Flüsschen Salza, welches auch im Winter nicht zufriert.
Trotz dieser schwierigen „ Winterbedingungen“ war das Training immer bestens besucht und beim Judotraining kann man auch richtig ins schwitzen kommen.

Ab 1980 wurde jedes Jahr in den Winterferien im Februar eine Woche Trainingslager durchgeführt.
Eine Woche Judotraining täglich 8 Stunden war nicht nur eine sportliche Herausforderung sondern auch eine logistische, denn Frühstück , Mittag und Vesper wurden von den Trainern mit Unterstützung des Trägerbetriebes VEB Nortak organisiert.
Am Mittwoch wurde zum Ausgleich ein Wander- und Rodeltag in den Harz eingelegt, der immer sehr viel Spaß machte.




Am Ende der Woche stand für die meisten Teilnehmer eine Gürtelprüfung an, die durch die intensive Vorbereitung fast immer bestanden wurde. Als Prüfer agierte der Nordhäuser Uwe Mosebach, der zu dieser Zeit in Magdeburg studierte.

1983 wurde in der Str. d. Genossenschaften, die Karl-Liebknecht-Oberschule eröffnet und die Sektion Judo fasste ihre beiden Trainingsorte Salza und Lenin-Oberschule in der neuen Sporthalle zusammen. Bis zum heutigen Tag ist das der Trainingsort der Judokas geblieben.

Mit der politischen Wende in der DDR änderten sich auch schlagartig die Bedingungen für die Betriebssportgemeinschaften wie es die TSG Salza war.
Der „ Trägerbetrieb“ VEB Nortak, der später an die Firma Reemtsma verkauft wurde, stellte die finanzielle Unterstützung für die TSG Salza ein.

Der Vereinsvorstand entschloss sich zur Weiterführung des Sportvereins als TSG Salza e.V. und versuchte mit mehr oder weniger Erfolg Sponsoren für die einzelnen Sportarten zu finden.
Für die Judokas der TSG wurden in dieser Zeit die Sportfreunde des Judoclub Osterode eine große Orientierungshilfe mit ihren Erfahrungen des Sportbetriebs unter marktwirtschaftlichen Aspekten. Regelmäßige Treffen, sportliche Aktivitäten und natürlich auch Spass beim geselligen Zusammensein verbinden unsere Vereine bis zum heutigen Tag.
In den letzten Jahren ist die Abteilung Judo wie alle anderen Sportvereine durch sinkende Mitgliederzahlen vor allem im Kinderbereich gekennzeichnet.

Quelle: K.Fichtner

Im Februar 2009 und Sommer 2016 wurden Treffen für ehemalige Judoka veranstaltet, bei dem viele
der Einladung folgten.